Ich wurde gebeten, ein wenig Informationsmaterial für den
Welpeninteressenten zu veröffentlichen.
Ich bin gern dazu bereit von meinen Erfahrungen zu berichten..
Es kann aber
nicht den Griff zu einem entsprechenden Fach-Buch ersetzen. Das ist nicht mein
Ziel. Ich will hier in kurzen Abhandlungen das für mich Wesentliche beschreiben.
Ich nehme auch gern Hinweise oder Kritik entgegen und weise ausdrücklich darauf
hin, daß die Ansichten und Erfahrungen bei jedem Züchter anders liegen können.
Daran sollte man nicht versuchen, einen Züchter zu "markieren".
Alle Züchter des VDH müssen sich an die doch sehr strenge "Zuchtordnung" halten.
Das wird bei einem Wurf mindestens 2 mal durch einen Zuchtwart kontrolliert.
Einmal durch die Wurfbesichtigung, wo gleichzeitig geschaut wird, ob der Züchter
noch Rat oder Hilfe benötigt und einmal durch die Wurfabnahme, wo die
Welpen dann ihre Papiere bekommen, wenn alles okay ist.
Ich schreibe
aber auch nichts über das Thema, wo sollte man sich einen Welpen kaufen und wo
nicht. Da gibt es nur ein Tipp von mir, seht euch die Welpen an, entweder es
funkt, oder es funkt nicht. Wenn es nicht funkt, laßt die Hände davon. Ein
Beardie ist kein "Versuchskaninchen". So nach dem Motto: "Schauen wir mal, ob es klappt, ansonsten
schieben wir ihn wieder ab, oder so."
Diese Haltung spürt ein Beardie und sie
werden keine Freunde. Ein Beardie spürt aber auch von Anfang an, ob er lieb
umworben wird, ob er mit Freude und Liebe im neuen Heim empfangen wird, ob
Rücksicht auf seine Belange (z.Bsp. Schlaf) genommen wird.
Ein Tip noch, nehmt einfach mal einen Luftballon mit und fragt die Züchterin, ob
Ihr den mal zerknallen dürft. Dann beobachtet mal die Tiere. Zerfallen sie in
Panik, sind es "Schisser"! Mit solchen Tieren kann man später mal ganz schön
Probleme bekommen. Welche Erziehung haben die erwachsenen Tiere? Wenn nicht
einmal die erwachsenen Tiere hören, kann man davon ausgehen, daß die Welpen auch
nicht gut geprägt sein können. Der Züchter sollte schon von Erziehung ein wenig
Ahnung haben. Auch bei der Frage, wo und wie werden die Welpen aufgezogen, gehen
die Züchtermeinungen weit auseinander. Ist es ideal, wenn der Züchter 24 Stunden
rund um die Uhr die Welpen beaufsichtigt und nicht aus ihrer Nähe weicht? Da
kann es später aber auch Probleme geben, wenn der Welpe mal allein sein soll.
Meine Meinung ist, auch die Welpen brauchen mal ihre Möglichkeit, sich
zurückzuziehen unabhängig vom Familienalltag. Bei uns wachsen die Welpen in den
ersten 3-4 Wochen in einem separaten Welpenzimmer auf. Die Mamahündin und auch
die große Schwester haben ständigen freien Zugang zum Welpenraum und sie sagen
uns sofort Bescheid, wenn etwas Ungewöhnliches mit den Welpen ist. Ansonsten
bekommen unsere Welpen immer viel Besuch aus der Nachbarschaft und Freunden und
natürlich von allen Familienmitgliedern. Oft genug sind meine Kinder beim
Schmusen mit den Welpen in der Wurfkiste eingeschlafen und die Kleinen machten
es sich auf dem Bauch gemütlich. Ab Ende der 4. Woche sind unsere Welpen je nach
Witterung tagsüber fast nur noch draußen an der frischen Luft, was für den
Aufbau des Immunsystems bestimmt förderlicher ist als ein Wohnzimmer mit
Fußbodenheizung. Ab Ende der 6. Woche werden sie an die Umwelt, Straßenlärm,
Autofahren u.ä. gewöhnt. Bisher hatten wir noch nie ängstliche Welpen abgegeben.
Und auch kranke Welpen sind uns bisher nicht bekannt. Weder Durchfall, noch
Addison, noch HD, noch Kratzallergie oder Gebißfehler!
Ich habe mir überlegt, das man in einem Forum die Erfahrungen austauschen kann. Wer möchte, ist herzlich eingeladen.
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