Findelwelpen

Am 17.11.2003 habe ich für die Tochter von Freunden eine Geburtstagsparty geplant gehabt. Der Vati hatte erst vor Kurzem einen Schlaganfall und die Mutti war ein wenig überfordert mit der Situation. Der Kakao war schon fertig und das Waffeleisen schon heiß, da klingelte das Telefon: "Hier ist Frau ... vom Tierheim Berlin. Bei uns wurden Welpen abgegeben. Könnten Sie uns helfen und 2 Welpen für uns päppeln? Sie trinken noch nicht allein. Es waren insgesamt 10 Welpen.  2 würden morgen abgeholt. Ich habe spontan ja gesagt. Aber ich wollte doch erst schnell noch den Kindergeburtstag feiern. Das Tierheim bot an, die Welpen solange beim Tierarzt zu belassen und ich könnte sie dort abholen. Erst nach dem Telefonat überlegte ich, daß ich ja das Welpenzimmer noch herrichten muß. Irgendwie haben wir bisher immer alles geschafft. Also Geburtstagskuchen vernascht, Kinder ins Kino geschickt und auf zum Tierheim, die Welpen geholt. Im Tierheim angekommen, baten uns die Schwestern um Geduld, denn sie wurden gerade mit der Milchflasche gefüttert. Dann sahen wir unsere 2. Irgendwie hatte ich gemischte Gefühle. Man sah sofort, daß es eine Mischung aus "Listenhund" war.

Zu Hause angekommen, haben wir überlegt, die Kleinen waren sichtbar unterkühlt, denn sie wurden in einem Pappkarton neben einer Mülltonne gefunden. Das Welpenzimmer war noch nicht warm genug. Also haben wir schnell eine Welpen-Kiste in meinem Zimmer in der Nähe der Heizung und meines Bettes aufgebaut. Ab sofort hieß es, alle 2 Stunden Flasche geben. Am nächsten Tag war Sonnabend und damit Schulfrei. Mein Glück, denn ich konnte ein wenig länger schlafen, denn meine Tochter übernahm freiwillig die Welpenpflege.

Ich war gerade ein wenig eingeschlummert, da klingelt das Telefon. Eine ganz aufgeregte Stimme fragte, 2 Welpen wurden trotz Zusage nicht abgeholt, könnten sie die eventuell auch noch nehmen? Irgendwie kommt mir nie ein "Nein" über die Lippen. Wir verabredeten uns für den nächsten Tag früh (Sonntagmorgen).
So kam es, daß wir nun 4 kleine Hundewelpen ohne Mama aufpäppelten. Anfangs stellte das Tierheim das Futter, dann entschloß ich mich, den Eukanuba-Züchterclub um eine Futterspende zu bitten. 1 Tag später stand schon der Postfahrer vor der Tür und unsere kleinen Päppelmänner (alles Rüden) wurden schnell kräftig und munter. Da ich ja meine Hunde als Therapiehunde einsetze, wollten die Heimbewohner natürlich die Welpen auch kennenlernen. Sie sind schon lange in Familien umgezogen. Die Heimbewohner fragen immer noch, ob sie mal wieder kommen. Leider weiß ich nicht, wohin sie gekommen sind.
Das Tierheim hält sich das strikt an den Datenschutz. http://www.tierschutz-berlin.de

 

 

und kaum waren die 4 Welpen vermittelt worden, da kamen schon wieder 2 Neue zu uns.

Die braune Hündin mußte mit 7 Monaten eingeschläfert werden. Sie hatte schweres HD bekommen. Was aus Snoopy (schw.-w. Rüde) geworden ist, wissen wir leider nicht.

Angel war auch für diese Waisen eine tolle Ersatzmutter und hat ihnen so einige "Weisheiten" beigebracht. Unsere Mamahündin Holly hat zwar aufgepaßt, daß sie nicht weg laufen, oder die Treppe runter fallen, aber ansonsten waren sie ihr egal.